gallery/home1qu

Collage

Ohne Titel, 2017, 82x58 cm

gallery/actor stones klein
gallery/floes and floes klein

 

 

gallery/ohne titel insel2 jpeg
gallery/ohne titel jpeg
gallery/spiegelung

Exhibits, 2016, 27x32 cm

Serra Island with Blue Reflection, 2016,30x40 cm

gallery/serra island with blue reflection klein
gallery/ohne titel apfelbaum jpeg
gallery/ohne titel primaera jpeg
gallery/ohne titel collage 1 jpeg
gallery/canadian island jpeg

 Insel, 2017, je 21x30 cm

 Canadian Island, 2017, 68x58 cm

gallery/box 1 jpeg

Ausstellungsansicht, Dezernat 16

gallery/box 3 jpeg

Cabinet 3 - Separate Horizons, 2017, 70x50 cm

gallery/serra island 2 jpeg

Ohne Titel, 2017, 30x40cm

Ohne Titel, 2017, 58x83 cm

 

gallery/cabinet 3 -valentina jaffé
gallery/palmeimtopf kleiner
gallery/stiefmüttercheninvase
gallery/stiefmütterchenklein
gallery/wandvasen
gallery/traubenblume
gallery/tulpeninvase

Malerei

Vasen, 2015, je 30x40cm

gallery/korallemanfred
gallery/korallemariela

Korallen, 2015, je 30x40cm

gallery/blauerwal
gallery/ast2aufbeigekleiner

Graupapier, 2015, je 24x34cm

actor stones, 2016, 24x34 cm
gallery/drachenschwanz
gallery/astaufbeige

Äste, 2014, je 30x40cm

Scherenschnitt

Plants and Vases, 2016, je 30x40cm

gallery/palmegrauschnitt
gallery/rosekönigsblau
gallery/quallenblutrot
gallery/quallerotleuchtender

Objekt

gallery/20170328_210721

handsome worries, 2017, 5x15x70 cm

gallery/keramik 2 jpeg

Ohne Titel - Archipel, 2017

Ausstellungsansicht Paul-Clemen Museum Bonn, 2017

gallery/dsc_4149
gallery/20171119_095659_bj

Ausstellungen

Einzelausstellungen:

 

2017

A Bit More Different.

Paul-Clemen-Museum, Bonn

Vernissage: 18.11.17

 

Insel.

Die Anziehungskraft des verheißungsvollen Nichts

Breidenbachstudios Heidelberg

 

2016

In little Slices

Villa Ecarius, Speyer

 

2015

Aquarellmalerei

Abgeordnetenbüro des Landtags, Mainz

Formen im Fließen

Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe

Gruppenausstellungen:

 

2017

Eden.

im Rahmen der WOW ART LU und OFF//FOTO

Abrisshaus GAG, Ludwigshafen

 

Zeitausbeute

Dezernat 16, Heidelberg

 

Seitenweise Kunst

Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz

 

Ahnengalerie

Luis Leu, Karlsruhe

 

2016

Just in Case

Breidenbachstudios Heidelberg

 

Junge Künstler in der Villa

Kunstverein Neustadt a.d. Weinstraße

 

2014

Jahresausstellung

Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe

 

Jehnici Art Festival

Istrien, Kroatien

 

2013

All In

Kunstverein Bad Dürkheim

Mal so Mal so

Abgeordnetenbüro des Landtags Mainz

 

Politisch

Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe


Schwarmverhalten

Kunstpavillon München

gallery/flyer rotary contemporary valentina
gallery/flyer rotary contemporary valentina2

Text

Contemporary Art Price 2017

Valentina Jaffé

 

Ausstellung im Paul Clemen Museum 

des Kunsthistorischen Instituts der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
 

‚Handsome Worries’, 2017

 

   Im Mittelpunkt und Vordergrund der Ausstellung steht zunächst die Arbeit ‚Handsome Worries’. Sie besteht aus 15 Reagenzgläsern waagerecht, von einem feingliedrigen Drahtgestell stabilisiert, in einer Vitrine präsentiert. Auf den Gläsern kann man jeweils eine auf transparenter Folie gedruckte Frage lesen: Why do you like my artworks? Why do you never ask me about my art? Can I decorate your home with my worries? Mit dieser delikaten Arbeit trifft Valentina Jaffé geradezu den Kern der Thematik des Contemporary Art Price 2017, nämlich ‚Panik’. Das Themenfeld wird mit viel Esprit illustriert, karikiert und parodiert; es fokussiert auf und verhandelt die Ängste, Zweifel, Wünsche und die Unsicherheit einer jungen Künstlerpersönlichkeit. Gewiss bieten heutzutage die wenigsten Ausbildungsgänge, ausgenommen solche im Ingenieurwesen und IT-Bereich, sichere Berufsaussichten. Aber für Künstler*innen ist die Lage weitaus existentieller; denn trotz fulminanter Preise auf dem Kunstmarkt weiß man, dass nur die wenigsten von ihrer Kunst leben können, im wirtschaftlichen und sozialen Netzwerk geradezu vogelfrei sind und 'ohne Netz' arbeiten. Die vorgetragenen ‚worries’ (Sorgen) sind also keine kokette Spielerei, sondern artikulieren existentielle Momente. Wie der schöne ‚double bind’-Titel ‚Hübsche Sorgen’ zeigt, ist die Arbeit dialektisch angelegt: Was ist „schön“ an Ängsten?  Genauso sind die Arbeit und ihre künstlerische Umsetzung angelegt: Die Reagenzgläser signalisieren eine experimentelle Situation, eine naturwissenschaftliche Untersuchung, ein Suchen und Wissenwollen, Transparenz, eine Versuchsanordnung und eine Offenlegung. Innerstes wird offenbart, ausgestellt, ausgesetzt (exhibition-iert), aber durch genaue formale Anlage und ästhetische Formgebung kontrolliert, ist Kunst doch Formgebung, Gestaltung, Visualisierung des nicht Darstellbaren. In diesem Spannungsfeld von Preisgabe und Fragilität, Offenbarung und Gestaltungswillen ist diese Arbeit in ihrer verletzlichen Präzision geradezu eine Metapher für künstlerisches Sein. Zugleich wirkt die Reihe der 15 Gläser unabgeschlossen, fortsetzbar, als könnten sich immer neue Sorgen einstellen.

 

   In den weiteren Arbeiten, Photographien, Collagen, Découpagen, Gemälden, Objekten, Plastiken und Installationen finden sich neue Themen und ein weiteres Feld: Natur und Elemente. Zugleich erkennt man den selben konzeptuellen Zugriff, eine serielle Herangehensweise, ein repetitives, aber variierendes Umkreisen einer Thematik. Die Natur ist zwar auffällig präsent, aber nicht als Ort, sondern als Material, Medium und Resonanzraum. Wenn der Blick z. B. über eine schimmernde Wasserfläche auf einen dahin schwindenden Horizont streift und sich der Himmel als Wasserfläche erweist, fragt sich der zum Schaugenuss verführte Betrachter: Auf was schaue ich eigentlich? Der Titel des Bildes verrät es: auf eine Insel, die sich aber einer topographischen Erschließung entzieht. Dieses Thema wird auch von den Gouachen, Découpagen, Collagen und Objekten ausgelotet. Jaffé verrät, dass es sich um eine Serie mit dem Titel 'Insel - die Anziehungskraft des verheißungsvollen Nichts' handele und das Thema der „einsamen Insel als Fluchtort und Projektionsfläche“ sie beschäftige. Dieses Themenfeld evoziert Schillerndes zwischen utopisch Paradiesischem und dystopisch Angst einflößenden Phantasien von Einsamkeit und Verlassenheit.

 

   Erneut erweist sich Jaffés Zugriff von subtilem double bind geprägt; denn ihre Arbeiten loten die spannungsvolle Ambivalenz zwischen Anziehung- und Abstoßung, positiv und negativ, Versprechen und Enttäuschen aus. Ihre gezeichneten, kolorierten ausgeschnittenen, bemalten, collagierten Inseln sind real und abstrakt, gewähren Raum und schaffen Anreize zu eigenen Assoziationen. In den objekt- und installationshaften Umsetzungen des Themas in den Vitrinen, den keramischen Inseln oder geschichteten Glasscheiben mit Steinen/Gipsklumpen oder Kacheln, werden Materialkonstellationen, die sowohl imaginativ gelesen als auch konzeptuell gedeutet werden können, systematisch erkundet. Immer handelt es sich um abstrahierte Landschaften, Horizonte und landschaftliche Konfigurationen (Insel, Hügel, Eisberge) und zugleich um elementare Konfrontationen (Glas, Steine, Gips): Natur/Kunst, gemacht/geworden, hart/fragil, Sein/Schein. Die Steine, die wie vom Wellengang erodierte große Kiesel oder sanfte Inseln anmuten, sind indessen aus Gips: eine Anspielung Jaffés auf die Lehrgipse des Paul Clemen Museums, also eine ‚site specific’ Bezugnahme. Die zum Teil abgefallenen Nasen der Gipsfiguren werden uns fortan wie Jaffés Inseln anmuten. Hier treffen Artefakte auf industriell Hergestelltes (Glas, Kacheln) in einem bereits von der minimal art ausgeloteten Spannungsfeld, hier allerdings in einer spielerischen, poetischen Variation. In den Photocollagen und Montagen, die ebenfalls das Insel-Thema variieren, finden sich mehrfach Anspielungen auf Modi der Kunstgeschichte (Collage, Surrealismus etc.), Werbung und wissenschaftliche bzw. parawissenschaftliche Vorgehensweisen (Serie, diagrammatische Reihung). So überrascht es nicht, dass Jaffé gleichsam als ‚Introduktion’ zu ihrer Bonner Ausstellung ein Schwitters-Zitat gewählt hat, das einen poetisch-assoziativen Kommentar zur Realitätswahrnehmung evoziert.

 

   Ist diese spielerische Reaktion auf die verwirrende, sich immer weiter entzaubernde heutige Welt vielleicht die einzig würdige und lebenserhebende? Mit ihren zuweilen romantisch anmutenden, oft zarten Werke betreibt Jaffé eine mise en abyme dieser künstlerischen Strategie.

 

   Mit ihrer Bonner Ausstellung beweist Valentina Jaffé, dass die Jury des Contemporary Art Price 2017 eine gute Wahl getroffen hat: Ihr Werk ist reich und vielfältig, verspricht inhaltlich, konzeptuell und medial viel! Wir gratulieren ihr zu dieser gelungenen Präsentation und sind neugierig auf das, was sie uns noch bescheren wird!
 
Bonn, den 20. November 2017
 
A.-M. Bonnet

 

 

 

 

Text: Prof. Dr. A. -M. Bonnet

Copyright bei der Autorin
 
 

Biografie

gallery/profilbild

Valentina Jaffé, geboren 1990 in Bad Dürkheim, lebt und arbeitet in Heidelberg. Sie studierte von 2011-2016 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Nora Schultz und Professor Ernst Caramelle. Natur und innere Erlebenswelt sind Ausgangspunkt für ihre künstlerische Arbeit. Sie verwendet Materialien wie Papier, Keramik und Glas.

 

Kontakt

Name  
E-Mail  
Nachricht  

 

Impressum


Angaben gemäß §5 TMG / inhaltlich verantwortlich nach §55 Abs.2 RstV:

 

Valentina Jaffé

Schillerstraße 31

69115 Heidelberg

Valentina.jaffe@gmx.de

 

Haftung für Inhalte: Als Diensteanbieter sind wir gemäß § 7 Abs.1 TMG für eigene Inhalte auf diesen Seiten nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. Nach §§ 8 bis 10 TMG sind wir als Diensteanbieter jedoch nicht verpflichtet, übermittelte oder gespeicherte fremde Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen. Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen bleiben hiervon unberührt. Eine diesbezügliche Haftung ist jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung möglich. Bei Bekanntwerden von entsprechenden Rechtsverletzungen werden wir diese Inhalte umgehend entfernen.


Haftung für Links: Unser Angebot enthält Links zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Links umgehend entfernen.


Urheberrecht: Die durch die Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Erstellers. Downloads und Kopien dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet. Soweit die Inhalte auf dieser Seite nicht vom Betreiber erstellt wurden, werden die Urheberrechte Dritter beachtet. Insbesondere werden Inhalte Dritter als solche gekennzeichnet. Sollten Sie trotzdem auf eine Urheberrechtsverletzung aufmerksam werden, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Inhalte umgehend entfernen.

 

Copyright © 2017 Valentina Jaffé